Implementierung von ICF (International Classification of disability, function and health) in den aks Kinderdiensten
Die zwei vorrangigen Aspekte in diesem Jahr in Bezug zu ICF lagen auf der Anpassung und Neugestaltung des gesamten Berichtswesens und auf der Weiterentwicklung des Personals. Unerlässlich in diesem Zusammenhang war die Einführung verbindlicher Evaluationsgespräche zwischen Therapeut/innen und Erziehungsberechtigten. Ein mit der Bildungsdirektion erarbeitetes neues SPZ-Konzept umfasste die gemeinsamen Bemühungen ICF pädagog/innenseits als auch therapeut/innenseits zu unterstützen.
Das komplette Berichtswesen ausgehend von der ersten Information an Ärztinnen und Ärzte, über eine gemeinsam geführte Verlaufsdokumentation bis hin zur Vorlage für das Evaluationsgespräch wurde inhaltlich neu konzipiert und angepasst.
Die Philosophie der ICF fordert von Therapeut/innen eine hohe Fachkompetenz als auch eine klare Grundhaltung in Bezug zu teilhabeorientiertem Denken. Zusätzlich zu individuell besuchten Fortbildungsveranstaltungen absolvierten alle Fachkräfte fachbereichsspezifische Schulungen und/bzw. einen interdisziplinären ganztägigen Workshop in Form von Inhouse-Schulungen zu ICF. Alle neuen und wieder eintretenden Mitarbeiter/innen erhalten eine kompakte Einführung zu ICF.
Ein wesentlicher Meilenstein in diesem Jahr waren die durch das Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung IVa, gemeinsam erarbeiteten Adaptierungen des Ablaufs der Antragsstellung. Die aks Kinderdienste garantieren als Qualitätsstandard die Durchführung von Evaluationsgesprächen in denen Therapeut/innen und Erziehungsberechtigte den Therapiefortschritt des letzten halben Jahres reflektieren und nächste Ziele formulieren.
Das neue mit der Bildungsdirektion erarbeitete SPZ-Konzept, beschreibt neben formalen Aspekten die inhaltliche und fachliche Dimension der gemeinsamen Arbeit von Pädagog/innen und Therapeut/innen.
Die Mitarbeitenden der aks-Kinderdienste engagierten sich durch ihre Fachlichkeit im Finden von gemeinsamen Lösungen und prozessorientiertem Denken.